Montag, 7. März 2016

Jungweinprobe im Weingut Müller-Catoir

Ich melde mich aus einer kurzen Blogpause zurück! Blogpause deshalb, weil ich mit dem Liebsten im Skiurlaub war und einfach mal die Seele baumeln lassen wollte.
Hat grundsätzlich funktioniert - ein paar Instagram- und Facebookposts gab es natürlich doch - und kaum zuhause angekommen, konnten wir es nicht lassen, kurz bei ein paar Weingütern vorbeizuschauen.

Wir mussten uns was gönnen, denn nach 7 Stunden (anstatt 5 Stunden) Heimfahrt, einem gesperrten Tunnel und etlichen Staus brauchten wir etwas "Gutes" zum Abschluss dieses Abreisetages.

In der Pfalz fand nämlich am vergangenen Wochenende die "Jungweinprobe des VDP.Pfalz" statt. Bei einer Jungweinprobe werden die ersten Guts- und Ortsweine des neuen Jahrgangs präsentiert und stellen damit die Vorboten für das Weinjahr dar. Normalerweise werden die Weine so nicht verkostet und es handelt sich dabei meist um Faßproben. Später werden die Weine abgefüllt, oft noch geprüft und kommen erst dann in den Verkauf.



Hier eine kurze Exkursion zur Weinwisserei:

Qualitätsprüfung und Vergabe einer A.P.-Nummer (Amtliche Prüfnummer).
Soll der Wein als Qualitätswein (Güteklasse eines Weins; der Wein muss 
gesetzliche Mindestanforderungen erfüllen) verkauft werden, muss er eine 
amtliche Prüfung bestehen. Hierbei wird analytisch und sensorisch geprüft. 
Analytisch bedeutet z.B. die Prüfung auf Mindestalkoholgehalt (chemische Analyse) 
und sensorisch wird eine Blindprobe durchgeführt, d.h. Verkoster prüfen auf korrekte
Farbe und Klarheit hinsichtlich Rebsorte und Region, sprich der Wein muss 
"rebsortentypisch" aussehen. Weiterhin wird der Wein auf Geruch, Geschmack 
und Harmonie geprüft und bewertet. Wenn alle Kriterien erfüllt sind, erhält der 
Wein die A.P.-Nummer und darf als Qualitätswein bezeichnet werden. 

Wir waren zur Jungweinprobe im Weingut Müller-Catoir*, in Haardt an der Weinstraße. Das Weingut ist in einem wunderschönen Gutshaus beherbergt und seit 1744 in Familienbesitz. Ein Traditionshaus, das mit viel Hingabe und aufwendiger Handarbeit hervorragende Weine produziert.


Probiert haben wir ausschließlich Faßproben. Bei den Basisweinen (Gutsweine), die bei Müller-Catoir mit "MC" gekennzeichnet sind sprach mich vor allem der Weissburgunder - trocken, an. Er hat eine angenehme Säure, nicht zu forsch und dennoch spritzig mit feiner Fruchtnote. Etwas besser gefiel mir der Weissburgunder - trocken, als Ortswein. Er war etwas harmonischer als der Gutswein.


Das Gleiche kann ich von der Scheurebe - trocken, sagen, die mich als Ortswein fasziniert hat. Sie ist jetzt schon sehr aromatisch und das Süße-Säure-Spiel bereits sehr gut ausgeprägt.


Der Sauvignon Blanc - trocken, gefiel mir ebenfalls, die Aromen von grünen Früchten kommen wunderbar zur Geltung und schließen mit einer leichten Bitterkeit am Ende ab - typisch für den Sauvignon Blanc. 

Gespannt bin ich auf die Entwicklung des Riesling Kabinett - feinfruchtig. Ein gutes Merkmal für mich bei feinfruchtigen Weinen ist immer, ob sie mich "satt" machen, nach dem ersten Schluck oder ob ich gerne weitertrinken würde...bei diesem Riesling Kabinett wollte ich gerne weitertrinken! Er "klebt" mir nicht alles zusammen im Mund sondern schmeckt angenehm süß mit einem Hauch Säure und grandioser Frucht nach Pfirsich und Apfel. Hier möchte ich gerne eine Gegenprobe zum Riesling Kabinett aus 2014 machen, wofür ich das Weingut Müller-Catoir bald schon wieder besuchen werde.


Generell bin ich sehr auf die Entwicklung der Weine aus 2015 gespannt. Laut der Winzer war es ein gigantisches Jahr und diese Vorboten versprechen wundervolle Weine. Abgesehen davon lohnt sich ein Besuch in der Pfalz immer und die Weinfeste starten schon bald. Die nächste mir bekannte Veranstaltung im Weingut Müller-Catoir wird die Frühjahrspräsentation sein, die am 15. Mai 2016 von 11-17 Uhr, stattfindet. Vielleicht sieht man sich da..;-)


Habt's wundervoll,

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