Mittwoch, 10. September 2014

Selbstgemachte Manti - türkische Ravioli mit Salbeibutter

Gefüllte Teigtaschen gibt es in fast jeder Küche dieser Erde. Ob nun russische Pelmeni, chinesische Dimsum, japanische Gyosa, schwäbische Maultaschen oder die berühmtesten Vertreter italienische Ravioli und die türkischen Manti.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich könnte mich täglich von Nudeln oder Dingen aus Nudelteig ernähren. Das wäre dann allerdings eine sehr einseitige Ernährung, obwohl es ja auch hier etliche Varianten für dazugehörige Soßen und Gewürze und eben Füllungen gibt.

Man macht auch viel zu selten selbstgemachte Nudeln, weil es aufwendiger ist und man oftmals gerade nach einem langen Arbeitstag, nicht die Muße hat, erst den Nudelteig herzustellen, dann die Teigtaschen mit einer selbstgemachten Füllung zu füllen, zu kochen und dann wohlmöglich noch eine selbstgemachte Soße zu verwenden.

Den Teig herzustellen ist wirklich kein Hexenwerk und benötigt gar nicht so viel Zeit, wie man denkt und die Füllung? Kein Problem, geht recht fix und super einfach. Für dieses Gericht konnte ich nun auch endlich meinen "Ravioli-Ausstecher" von Sur la Table verwenden - ein Fundstück aus Seattle (klick).





















Türkische Ravioli mit Salbeibutter

Zutaten für 2 Personen:

Für den Teig:
150g Mehl
1 Ei
1/2 TL Salz
1-2 EL kaltes Wasser





















Für die Füllung:
200g Rinderhack
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer zum Abschmecken

Für die Soße:
50g Butter
6 Salbeiblätter
300g Joghurt (10%, griechischer oder türkischer Joghurt)
1 Knoblauchzehe

Paprikapulver (am besten Rosenpaprika, das hat eine schöne Schärfe)

Für die Teigherstellung das Mehl mit dem Ei, dem 1/2TL Salz und 1-2 EL kaltem Wasser zu einem festen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 20 Min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

In der Zwischenzeit für die Füllung die Zwiebel und die Knoblauchzehe abziehen und beides fein würfeln. Die Petersilie in Streifen schneiden. Das Rinderhackfleisch mit der Petersilie, dem Knoblauch und der Zwiebel verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen.









































Den Teig nach dem Ruhen auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Wenn man keinen Teigausstecher hat, schneidet man den ausgerollten Teig in Quadrate (ca. 4cm) aus. Der Liebste wollte mir helfen und hat "Muster" ausgestochen ;-)





















In die Mitte jedes Quadrates etwa 1 TL Füllung setzen. Die Teigränder an den Enden hochnehmen und über der Füllung zusammendrücken, damit kleine "Päckchen" entstehen. Man kann die Quadrate auch zu Dreiecken zusammenlegen und am Rand mithilfe einer Gabel zusammendrücken.





















Sollte noch etwas Hackfleisch übrig bleiben, kann man Hackfleichbällchen formen und diese einfach mitkochen.





















In einem großen Topf Salzwasser aufkochen. Die Gefüllten Nudeln darin in ca. 5 Minuten garen (sie sind fertig, wenn sie "oben" schwimmen). In der Zwischenzeit die Butter zerlassen und den Salbei darin ziehen lassen. Für die Joghurtsoße, den Knoblauch abziehen und sehr klein hacken oder pressen. Unter den Joghurt rühren und mit Salz würzen.





















Die Ravioli und ggf. die Hackfleischbällchen aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf einer Platte anrichten. Die Joghurtsoße und die heiße Salbeibutter darübergeben. Mit Paprikapulver bestreuen und servieren.



Kommentare:

  1. Hört sich toll an, scheitert bei mir aber leider am Rinderhack...da müsste ich nen Ersatz finden. :-) ach ja und du hast die polnischen Pirogi vergessen...auch sehr leckää!! :-) thank you for the Inspiration <3 Liebe Grüße, Nicole

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für das Rezept, es macht Appetit :-) Falls es auch mit Volllkornteig und ohne Fleisch klappen sollte, wäre ich begeistert :-) Liebe Grüße, Ulrike

      Löschen
  2. Ihr Lieben,
    ich freue mich, dass ich Euch Appetit machen kann ;-) Das traditionelle Rezept sieht Hackfleisch vor, allerdings kann man Teigtaschen ja grundsätzlich mit allem füllen, was einem schmeckt. Und den Teig an sich kann man z.B. auch mit Dinkelmehl oder anderen Mehlsorten herstellen. Je nach Lust und Laune ;-) Viel Spaß beim Nachmachen.

    AntwortenLöschen
  3. Ich liebe Manti ... und suche noch nach einer fleischlosen Alternative! ;O)
    Deine sehen aber verdammt lecker aus ... mmmhhh!

    LG, Ines!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Ines,
      magst Du Pilze? Ich könnte mir vorstellen, dass z.B eine Steinpilzffüllung sehr gut schmeckt.
      LG, die Dani

      Löschen
  4. Wow, die sehen echt superlecker aus. Das Rezept ist ganz nach meinem Geschmack und daher auch gebookmarkt.

    Einen schönen #BloKoDe14 und liebe Grüße,
    Daniela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Dani,
      es freut mich sehr, dass Dir mein Rezept gefällt! ;-)
      Ganz liebe Grüße,
      die Dani

      Löschen
  5. Die sehen wirklich sehr gut aus :)

    Gute variante von Manti.Mit der Salbeiblättern habe ich noch nie ausprobiert.Wir nehmen eher getrocknete Pfefferminze.

    Ich habe kürzlich mit der Buchweizen Manti gemacht.Das hat auch gelungen.
    http://sulemcafe.blogspot.de/2014/04/okunacak-yeni-kitaplar-ve-proteinli.html
    In türkisch aber, kann man translate übersetzen, wenn Sie Lust haben.

    Fleisch alternative ist gekochte Kartoffel.Schmeckt wunderbar.Kartoffelmatsch ohne milch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Herzlichen Dank! Ich hab auf jeden Fall Lust, mir dein Rezept anzusehen und getrocknete Pfefferminze hört sich auch lecker an!
      LG die Dani

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...